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© 2009-2010
Grundschule Niederbüssau
Schulprofil
Kurz-Information
kleine überschaubare Grundschule (57 Kinder, 4 Klassen, 5 Grundschul-Lehrkräfte)
  • 4 Klassenräume
  • 2 Schulhöfe
  • Veranstaltungsraum
  • Betreuungsangebot
Unterrichtsangebot
  • jahrgangsbezogener und jahrgangsübergreifender Unterricht
  • zeitweise selbstgesteuertes Lernen (Freiarbeit)
  • verlässliche Schulzeiten
  • Schwimmen in Klasse 3 und 4
  • Darstellendes Spiel in Klasse 3 und 4
reichhaltiges Schulleben
  • Schulfest
  • Ausflugsfahrt
  • Klassenfahrt
  • Lauftag
  • Martinsgottesdienst mit Laternenumzug
  • Weihnachtssingen
  • Fasching
  • Schulkino
  • Spielenachmittag
  • Sportabzeichen-Aktion
  • Aufführungen (Schultheater, Chor) …
z. Zt. zusätzliche Angebote
  • Englisch für Klasse 1/2
  • Ukulelengruppen, Chor
 
Schulprogramm: Meine Schule - Unsere Schule - Unsere Umwelt

1. Schulprofil

Die Schule Niederbüssau besteht seit 1888. Die umfangreichste Nutzung ihrer Geschichte erfuhr sie im Jahre 1948: 322 Schüler(innen) wurden von 4 Lehrkräften in 4 Klassenräumen unterrichtet und 10 Familien (36 Personen) wohnten im Schulgebäude (siehe auch in der Chronik).

Die Schule Niederbüssau ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine Grundschule mit 51 Kindern, die einzügig gegliedert ist und in der 4 Lehrkräfte (hauptsächlich Teilzeitbeschäftigte) tätig sind. Das Schulgebäude liegt am Krummesser Baum und gehört zur kreisfreien Stadt Lübeck; Einzugsgebiet sind die Ortsteile mit dörflichem Charakter Kronsforde, Niemark, Niederbüssau und Oberbüssau, aber auch Kinder aus dem größeren Nachbardorf Krummesse und aus dem weiteren Lübecker Stadtgebiet besuchen die Schule. Nachbarschulen sind die kleinen Grundschulen Wulfsdorf und Niendorf und die größeren Grund- und Hauptschulen Krummesse und die Lübecker Kahlhorst-Schule.

Die Schüler(innen) der Schule Niederbüssau werden in kleinen Klassen unterrichtet; durch die überschaubare Größe kennen sich alle. Auf Grund der dörflichen Lage und der Nahverkehrsanbindung an die Stadt Lübeck ist die gezielte Nutzung der unterschiedlichsten außerschulischen Lernorte im ländlichen sowie im städtischen Bereich möglich. Markante Anlaufpunkte in unmittelbarer Nähe sind der Elbe-Lübeck-Kanal mit der Büssauer Schleuse und die Mülldeponie Niemark, an die weitere Entsorgungs- und Recyclingbetriebe angegliedert sind.

Der Unterricht ist gekennzeichnet durch kontinuierliches Lernen mit verbindlichen Leistungsanreizen; es werden verschiedene Sozialformen praktiziert. Die Zeitstruktur wird durch die klassische 45-Minuten-Stunde geprägt, der Schulbetrieb funktioniert aber auch ohne Klingelsignale. Für die Pausen können zwei Schulhöfe und ein angrenzender Sportplatz genutzt werden. Für eine aktive Pause stehen den Kindern Spiel - und Sportgeräte zur Verfügung.

Schulische Traditionen wie Schulfest, Laternenumzug und Schulausflugsfahrt werden gepflegt. Es besteht ein guter Kontakt zum Kronsforder Sportverein, in dem ein Teil der Kinder und Eltern auch Mitglied sind. Das nahe gelegene Heim des Kronsforder SV wird gern für Schulveranstaltungen genutzt. Auch mit der örtlichen Kirchengemeinde findet eine regelmäßige Zusammenarbeit statt, z.B. Gottesdienste zur Einschulung und zum Martinstag.

Die Elternschaft unterstützt die Schule und schulische Projekte sehr engagiert. Auf ihre Initiative wurden die meisten Räume der Schule in Eigenarbeit renoviert. Seit dem Schuljahr 1999/2000 ist die Schule Niederbüssau eine betreute Grundschule — auch das ist die Folge einer erfolgreichen Initiative der Elternschaft.

Es existiert ein aktiver Schulverein; dieser unterstützt die Schule, indem er Veranstaltungen bezuschusst und besondere Anschaffungen zur Verfügung stellt, z. B. die auf dem hinteren Schulhof installierten Spielgeräte. Außer den vier Klassenräumen stehen der Schule ein ehemaliger Gymnastikraum, der vielfältig genutzt werden kann und ein ehemaliger Werkraum, der überwiegend von der betreuten Grundschule genutzt wird, zur Verfügung.

Im Schuljahr 2000/2001 wurde eine neue Schulordnung eingeführt, die zuvor mit den Kindern im Unterricht erarbeitet worden war.


2. Chronologie der Schulprogramm-Entwicklung

Zunächst informierte der Schulleiter die Schulkonferenz am 29.9.1998 die Schulkonferenz über Sinn und Zweck des Schulprogramms sowie über die Terminvorgaben. Alle Beteiligten wurden aufgefordert über Inhalte nachzudenken und Vorschläge einzubringen.
Die Schulkonferenz am 10.6.1999 gab den ersten Planungsschritt vor: An einer Pinnwand sollte ein Schaubild zum Schulprofil erstellt werden, das schließlich auf der Schulkonferenz am 19.6.2001 vervollständigt wurde. Hier wurden auch erste Vorstellungen zu möglichen Entwicklungszielen vorgestellt. Am 9.11.2000 setzte die Schulkonferenz eine Schulprogramm-Gruppe ein und beauftragte diese mit der Skizzierung von Entwicklungszielen. Auf der Schulkonferenz vom 9.11.2001 wurden die von der Schulprogramm-Gruppe skizzierten Entwicklungsziele diskutiert und beschlossen. Die Schulprogramm-Gruppe wurde beauftragt, eine Textfassung des Schulprogramms zu erstellen und dieses der Schulkonferenz zur Verabschiedung im kommenden Schuljahr erneut vorzulegen.
Schulkonferenz am 12.5.2002: abschließende Beratung und Beschlussfassung des von der Schulprogramm-Gruppe ausformulierten Textes und weiterer Planungsschritte.


3. Darstellung der Entwicklungs-Ziele

Das Motto des Schulprogramms ist „Meine Schule — unsere Schule — unsere Umwelt“. Die einzelnen Begriffe des Mottos stehen für unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte, die insbesondere durch die Schlüsselqualifikation Verantwortungsfähigkeit miteinander im Zusammenhang stehen.


3.1 Meine Schule

Dieser Begriff betitelt das Grundanliegen, die Identifikation der Schüler(innen) — und auch die der Lehrkräfte und Eltern — mit unserer Schule zu fördern. Ähnlich dem in Wirtschaftsunternehmen benutzten Begriff der Corporate Identity geht es um die Identität der Schule.
Mehr als nur um das Erscheinungsbild der Schule nach außen geht es vor allem um die Sicht nach innen: Die einzelne Person ist aktiver Bestandteil der Schule, versteht sich auch als solche und erbringt gezielt Leistungen im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Ein Zugehörigkeitsgefühl kann auch durch Äußerlichkeiten wie Kleidung (z.B. Schals bei Fußball-Fans) transportiert und gefördert werden. Eine ähnliche Funktion hat eine Schuluniform, die darüber hinaus auch ausgrenzende Effekte sozialer und modebezogener Unterschiede einschränkt.

Die folgenden pädagogischen Intentionen sollen umgesetzt werden. Die Schüler(innen) werden dazu angeregt und ermutigt

  • Schule und Unterricht selbst mit zu gestalten
  • Bereitschaft zu entwickeln, im Bereich der Schule mit verantwortlich zu sein
  • Verantwortung für das eigene Lernen zu erkennen und zu übernehmen.


Diese Maßnahmen sollen in Angriff genommen werden:

  • Jede Klasse behält ihren Klassenraum für die gesamte Grundschulzeit
  • Ein Schul-Logo wird erarbeitet
  • T-Shirts (mit dem Logo) werden hergestellt


3.2 Unsere Schule


Grundanliegen ist die Förderung des Miteinander innerhalb der Schule und in der näheren Umgebung der Schule. Der innere Aspekt zielt auf die Erweiterung der gemeinsamen Erlebnisbasis über den alltäglichen Unterricht hinaus. Die Perspektive nach außen sieht eine vermehrte Nutzung der Schule als Treffpunkt kultureller Art vor.

Die folgenden pädagogischen Intentionen sollen umgesetzt werden. Die Schüler(innen) werden dazu angeregt und ermutigt

  • in Schule und Unterricht mit anderen zusammen zu wirken
    (lernen, gestalten, arbeiten, spielen ...)
  • gemeinsam in der Schule Verantwortung zu tragen
  • sich auch für das Lernen anderer mit verantwortlich zu fühlen

Diese Maßnahmen sollen in Angriff genommen werden:
  • Die regelmäßigen innerschulischen Veranstaltungen und Angebote werden erweitert
    (z. B. Projektwochen, Projekttage, Defending-Kurse ...)
  • Die Schule öffnet sich weiter als kultureller Treffpunkt für Veranstaltungen (z. B. Unterricht der Musikschule, Skatabend, Kinderdisco, Spiele-Nachmittag, Autorenlesung, Vortrag/Ausstellung zur regionalen Geschichte und örtlichen Chronik ...)


3.3 Unsere Umwelt

Hier ist es das Grundanliegen, Umweltbewusstsein aus dem Blickwinkel unserer Schule zu entwickeln. Dabei sollen das umweltbewusste Handeln im Schulbereich und im Schulgebäude sowie umweltorientiertes Lernen in der Umgebung der Schule im Mittelpunkt stehen. Die technologische Umwelt wird dabei bewusst eingeschlossen.

Die folgenden pädagogischen Intentionen sollen umgesetzt werden. Die Schüler(innen) werden dazu angeregt und ermutigt

  • die Umgebung der Schule zu erkunden
  • Umweltbewusstsein zu entwickeln und entsprechend zu handeln
  • Verantwortung für Natur und Umwelt zu erkennen und zu übernehmen
  • Computer und Internet als Informations-Umwelt wahrzunehmen und gezielt zu nutzen

Diese Maßnahmen sollen in Angriff genommen werden:

  • Thematisieren von Umwelt und Umweltbewusstsein für den Unterricht aller Fächer und aller Klassen intensivieren und systematisieren
  • Schulgarten und Schulwäldchen für umweltbezogenes Lernen nutzen
  • Außerschulische Lernorte für umweltbezogenes Lernen gewinnen (Försterei, Gärtnerei, Entsorgungsbetriebe, Recyclingbetriebe, Agrarbetriebe, Lebensmittel-Produktion und Verarbeitung, Natur in der Umgebung der Schule, Energie-Erzeuger, Wasser-Versorger, Verkehrsbetriebe, Museen ...)
  • Lärm vermeiden (Klassenräume = Lern-Umwelt, Lautstärke im Schulgebäude begrenzen,
    Rücksichtnahme fördern)
  • Energie sparen (unnötigen Stromverbrauch und unnötigen Wärmeverlust vermeiden)
  • Müll vermeiden (Produktauswahl beeinflussen, Nutzung wiederverwendbarer Frühstücks- und
    Getränkebehälter anregen, Posteingang begrenzen ...)
  • Müll trennen (Voraussetzungen für eine umfassende Mülltrennung schaffen)
  • Schulwegs-Verkehr optimieren (Verkehrswege erkunden und sichern, Fahrrad als Verkehrsmittel nutzen ...)


4. Zeitplan, Vorgehensweise und Vorschläge zur Evaluation


Die dargestellten Ziele sollen in einem Zeitraum von zwei Jahren umgesetzt werden. Die Schulkonferenz sorgt für das planmäßige Vorgehen und die damit verbundene Aufgabenverteilung. Auf der ersten Sitzung der Schulkonferenz im Schuljahr 2004/2005 soll die bis dahin geleistete Schulprogramm-Arbeit evaluiert werden. Die Evaluation wird von Vertreter(innen) einer Nachbarschule anhand eines gezielten Fragen- und Methodenkataloges durchgeführt.